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Aktuelles



Ausstellung: „Wer braucht Feminismus?“

„Wer braucht Feminismus?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die gleichnamige Wanderausstellung, die im Mainzer Frauenministerium gezeigt wird. Zu sehen ist eine Auswahl von persönlichen Statements von Frauen und Männern zum Thema Feminismus, die im Rahmen einer Kampagne zusammengetragen worden sind.
„Die Ausstellung räumt mit alten Vorurteilen über den Feminismus auf“, erklärt Frauenministerin Anne Spiegel. „Für viele ist der Begriff zu abstrakt und häufig negativ besetzt. Die Ausstellung im Frauenministerium zeigt ganz deutlich, dass Feminismus für alle Geschlechter wichtig und nach wie vor nötig ist.“ Interessierte Besucherinnen und Besucher sind noch bis zum 25. Oktober 2018 eingeladen sich die Ausstellung anzusehen. Die Ausstellung finden Sie im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Kaiser-Friedrich-Str. 5a, 55116 Mainz. Ein Besuch ist möglich von 8.00 – 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle: MFFJIV


„In der Mamafalle“ – Frauen mit nur kurzer Elternzeit gelten oft als egoistisch

„In der Mamafalle“ titelte der „Spiegel“, der als erster über eine noch unveröffentlichte Studie des Wissenszentrums Berlins für Sozialforschung (WZB) berichtete und resümierte, diese zeige, „dass Mütter bei der Jobsuche massiv benachteiligt werden, wenn sie nur kurz in Elternzeit waren“. Wörtlich: „Frauen, die nur kurz Elternzeit nehmen, werden oft als egoistisch und feindselig wahrgenommen. Was aber noch gravierender ist: Bei Bewerbungen haben sie auch Jahre später schlechte Chancen als Mütter, die eine längere Babypause genommen haben.“ Letztere würden „im Schnitt als intelligenter eingeschätzt“ und ihnen sei „mehr Führungskompetenz unterstellt“ worden. Zudem hätten sie als „warmherziger, gutmütiger, als weniger intrigant und einschüchternd“ gegolten. Als „Schlussfolgerung“ zitierte das Magazin die Studienautorin Lena Hipp so: „Die Politik sollte noch mehr Anreize schaffen, damit Väter länger für ihre Kinder aussteigen. Dann können mehr Frauen frühzeitig an ihren Arbeitsplatz zurück. Und wenn das normaler wird, werden sie dafür sicher auch weniger hart beurteilt als jetzt.“

Quelle: fpd 719, Spiegel-Artikel (gekürzt, online).



Mehr als die Hälfte der nicht erwerbstätigen Alleinerziehenden will arbeiten

„27 % der alleinerziehenden Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind waren 2017 ohne eine Beschäftigung. Mehr al die Hälfte (55 %) dieser nicht-erwerbstätigen alleinerziehenden Mütter war allerdings an der Aufnahme einer Arbeit interessiert. Familiäre oder persönliche Gründe wurden von ihnen am häufigsten als Hinderungsgrund angegeben.“ Dies hat das Statistische Bundesamt im August 2018 mitgeteilt und ergänzend ausgeführt: „Im Vergleich dazu hatten in einer Partnerschaft lebende nicht-erwerbstätige Mütter deutlich seltener den Wunsch, eine Arbeit aufzunehmen (29 %).“ Destatis-Präsident Georg Thiel betonte: „Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet. Finanziell stehen sie nach wie vor oftmals schlechter da als Menschen, die in anderen Familienformen leben. Für sie sind deshalb familienpolitische Maßnahmen eine besonders wichtige Unterstützung.“

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Daten im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Auf der Website von Destatis sind ein umfangreiches Begleitheft, ein Tabellenteil sowie eine Zusammenfassung als Flyer zum Download verfügbar.

Quelle: www.destatis.de, fpd 718



„Gezielte Informationen erhöhen die Studienaufnahme vor allem von jungen Frauen“

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) über die Auswirkungen gezielt bereitgestellter Informationen zu Nutzen und Kosten eines Studiums haben ergeben, dass diese die Studienaufnahme erhöhen. Die Informationen bestärken demzufolge „vor allem Schülerinnen, die bereits vor dem Abitur eine Studienabsicht äußern, dies später tatsächlich umzusetzen.“ Das DIW wörtlich weiter: „Das gilt insbesondere für Abiturientinnen, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben. Gezielte Informationen zum Studium sind ein effektives Mittel, um Bildungsungleichheiten in der Studienaufnahme zu reduzieren. Entsprechende Infoworkshops sollten daher von Ländern, Kommunen und Schulen verstärkt in Betracht gezogen werden, zumal sie eine vergleichsweise kostengünstige und wenig zeitintensive bildungspolitische Maßnahme sind.“ Um die Bildungspotenziale einer Volkswirtschaft optimal zu nutzen und die Chancengerechtigkeit zu erhöhen, müsse der Bildungshintergrund der Eltern „deutlich an Gewicht verlieren.“ Die Angebote der Infoworkshops seien ein geeignetes Instrument diesem Ziel näherzukommen.

Quelle: DIW Wochenbericht 26/2018, fpd 717