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Aktuelles



Mehr als die Hälfte der nicht erwerbstätigen Alleinerziehenden will arbeiten

„27 % der alleinerziehenden Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind waren 2017 ohne eine Beschäftigung. Mehr al die Hälfte (55 %) dieser nicht-erwerbstätigen alleinerziehenden Mütter war allerdings an der Aufnahme einer Arbeit interessiert. Familiäre oder persönliche Gründe wurden von ihnen am häufigsten als Hinderungsgrund angegeben.“ Dies hat das Statistische Bundesamt im August 2018 mitgeteilt und ergänzend ausgeführt: „Im Vergleich dazu hatten in einer Partnerschaft lebende nicht-erwerbstätige Mütter deutlich seltener den Wunsch, eine Arbeit aufzunehmen (29 %).“ Destatis-Präsident Georg Thiel betonte: „Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet. Finanziell stehen sie nach wie vor oftmals schlechter da als Menschen, die in anderen Familienformen leben. Für sie sind deshalb familienpolitische Maßnahmen eine besonders wichtige Unterstützung.“

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Daten im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Auf der Website von Destatis sind ein umfangreiches Begleitheft, ein Tabellenteil sowie eine Zusammenfassung als Flyer zum Download verfügbar.

Quelle: www.destatis.de, fpd 718



„Gezielte Informationen erhöhen die Studienaufnahme vor allem von jungen Frauen“

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) über die Auswirkungen gezielt bereitgestellter Informationen zu Nutzen und Kosten eines Studiums haben ergeben, dass diese die Studienaufnahme erhöhen. Die Informationen bestärken demzufolge „vor allem Schülerinnen, die bereits vor dem Abitur eine Studienabsicht äußern, dies später tatsächlich umzusetzen.“ Das DIW wörtlich weiter: „Das gilt insbesondere für Abiturientinnen, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben. Gezielte Informationen zum Studium sind ein effektives Mittel, um Bildungsungleichheiten in der Studienaufnahme zu reduzieren. Entsprechende Infoworkshops sollten daher von Ländern, Kommunen und Schulen verstärkt in Betracht gezogen werden, zumal sie eine vergleichsweise kostengünstige und wenig zeitintensive bildungspolitische Maßnahme sind.“ Um die Bildungspotenziale einer Volkswirtschaft optimal zu nutzen und die Chancengerechtigkeit zu erhöhen, müsse der Bildungshintergrund der Eltern „deutlich an Gewicht verlieren.“ Die Angebote der Infoworkshops seien ein geeignetes Instrument diesem Ziel näherzukommen.

Quelle: DIW Wochenbericht 26/2018, fpd 717



Jobbilanz bei Digitalisierung „eher positiv“ – Problem „Vereinbarkeit Beruf/Familie“

Durch die Digitalisierung hat sich die Arbeitswelt bisher noch nicht grundlegend verändert, Beschäftigtenvertreter konstatieren dennoch einige kritische Entwicklungen. Zu diesen Ergebnissen kam eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung („Die Digitalisierung der Arbeit – Verbreitung und Einschätzung aus Sicht der Betriebsräte“) Insgesamt kam es im Zuge der Digitalisierung jedoch zu weniger Personalabbau als Stellenzuwachs. Lediglich Banken/Finanzdienstleister und Versicherungen weisen eine Negativbilanz vor. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die neuen Möglichkeiten, mit denen Arbeit und Familienleben leichter vereinbart werden können, in vielen Betrieben bislang nicht genutzt werden. Homeoffice ist nur in 13 % Betriebe verbreitet und nur 15% der Betriebsräte sprechen insgesamt von einer gestiegenen Vereinbarkeit infolge der Digitalisierung.

Quelle: fdp 714





Mindestlohn - Erfolgreich, aber noch zu niedrig

Der bewährte gesetzliche Mindestlohn (von z. Z. 8,84€/h; Red.) ist laut der aktuellen Studie der Hans Böckler Stiftung („Der Mindestlohn: Bisherige Auswirkungen und zukünftige Anpassung“) „im internationalen Vergleich relativ gering“. Frauen, so heißt es in dem Gutachten, seien „traditionell überdurchschnittlich von Niedriglöhnen betroffen“. Gut ein Viertel der weiblichen Beschäftigten in Deutschland habe 2016 weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns erhalten, „ein auch im EU-Vergleich hoher Wert“. Unter den Männern erhielten 14,8 Prozent Niedriglöhne. Der Studie zufolge waren 2017 aufgrund zu hoher Mieten über 190 000 „Beschäftigte trotz Vollzeitjob zusätzlich auf Hartz IV angewiesen“. Während der „Gender Pay Gap“ im unteren Zehntel der Lohnpyramide zwischen 2014 und 2016 von 22 auf 15 % zurückgegangen ist, hat sich im mittleren Bereich dagegen „wenig geändert“. Und das obwohl „eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns“ zur „gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beitragen“ könnte.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung.